Heiko Cordes
15. Juli 2017 | Titelseite

Citymanager Frank Manfrahs geht von Bord

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Gevelsbergs Citymanager Frank Manfrahs (r.) packt seine Koffer und zieht beruflich weiter. Bürgermeister Claus Jacobi und die Pro-City-Vorsitzende Susanne Schumacher suchen nun nach einem Nachfolger. (Foto: Heiko Cordes)

Gevelsbergs Citymanager Frank Manfrahs (r.) packt seine Koffer und zieht beruflich weiter. Bürgermeister Claus Jacobi und die Pro-City-Vorsitzende Susanne Schumacher suchen nun nach einem Nachfolger. (Foto: Heiko Cordes)

Gevelsberg. (hc) Kurzfristig hatten die Stadt Gevelsberg und Pro City zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen. Der Grund: Personeller Wechsel. Nach wenigen Minuten ließ Bürgermeister Claus Jacobi dann im Rathaus die Katze aus dem Sack. Gevelsbergs Citymanager Frank Manfrahs wird zum Jahreswechsel von seinem Posten zurücktreten. „Nach zehn Jahren Tätigkeit für Pro City und die Stadt Gevelsberg wird Frank Manfrahs eine neue Herausforderung annehmen“, erklärte Jacobi. Und ergänzte: „So wie ich Frank Manfrahs kennengelernt habe, wird das eine wohl überlegte Entscheidung sein, die ich aber nachvollziehen kann.“

Weiterentwicklung und Familienleben
Der gelernte Bankkaufmann, der anschließend Wirtschaftswissenschaften mit Fachrichtung Marketing studierte, will seinen Aufgabenbereich erweitern. Die berufliche Zukunft sieht er vor allem in der Weitergabe seines Wissens als Sprecher bei Vorträgen.
Ein weiterer Grund für den 48-Jährigen, der seinen privaten Mittelpunkt in Gelsenkirchen hat, ist die Familie. Die zweijährige Tochter soll in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet bekommen und auch seine Frau will sich beruflich wieder engagieren.
„Ich möchte meinen beruflichen Radius größer ziehen. Als ich begann, habe ich mir gezielt eine Nische gesucht. Das war das Leerstandsmanagement. Darauf folgte das Citymanagement. Jetzt soll der nächste Schritt folgen“, erklärt Manfrahs seine beruflichen Pläne. Er sei „vor Ort ins Thema Citymanagement geraten“. Mittlerweile sind zehn Jahre vergangenen und der Einfluss von Manfrahs ist in Gevelsberg deutlich sichtbar. Sei es der „Gevelsberger Boulevard“ oder andere Veranstaltungen, die ganz nach dem Motto Gevelsbergs „erfrischend anders“ sind. „Wir machen was neues und lassen den Nachbarstädten ihre Veranstaltungen“, erklärt Manfrahs das Prinzip, keine kommunale Konkurrenz zu schaffen.
Drei neue Projekte
Und diese Schiene wird der Citymanager auch für den Rest seiner Amtszeit fahren. Denn gleich drei neue Projekte wird er noch anschieben. So wird es die „City-Cartoon-Tage“ geben und auch einen „Street-Food-Markt“. Als letztes großes Projekt sollen die Pro-City-Gutscheine auch in digitaler Form erhältlich sein. Bürgermeister Jacobi lobte dieses Engagement sehr: „Es zeigt, dass die letzten Monate jetzt nicht einfach so auslaufen, sondern weiter gestaltet werden.“ Mit dem „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept 2030“ finde Manfrahs Nachfolgerin oder Nachfolger einen Handlungsrahmen vor, dass auf die Zukunft ausgelegt ist, ist Jacobi sicher.
„Wir als Verein wissen, was wir an Herrn Manfrahs hatten und noch haben werden“, stimmte Susanne Schumacher, Vorsitzende von Pro City, ein. „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“, sieht sie aber positiv der Nachfolge im Citymangement entgegen. Sie spricht bewusst nicht vor Ersatz, damit „die Nachfolgerin oder der Nachfolger nicht einen zu großen Rucksack zum Start bekommt.“
Bis zum 31. Dezember läuft das Engagement von Manfrahs noch, aber er wird weniger zu sehen als zuvor. Es wird also ein schleichender Abschied, aber einer, den alle Beteiligten mit einem lachenden und weinenden Auge sehen. Denn: Die Zusammenarbeit war fruchtbar und der Wechsel wurde frühzeitig bekannt, so dass in den kommenden fünfeinhalb Monaten an der Nachfolge gearbeitet werden kann. So wird die erfolgreiche Arbeit hoffentlich nahtlos fortgeführt.



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