Jan Eckhoff
13. März 2017 | Titelseite

Kluterthöhle in Ennepetal vom Staub der Jahrhunderte befreit

Bilder
Stefan Voigt (AK Kluterthöhle), Bürgermeisterin Imke Heymann, Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, Dr. Klaus Steuerwald (Geologischer Dienst NRW), die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, Volker Rauleff (Aufsichtsrat der „Kluterthöhle und Freizeit“), Friedrich Wilhelm Wagner (Bezirksregierung Arnsberg) und Florian Englert (Geschäftsführer der „Kluterthöhle und Freizeit“) weihten die „erneuerte“ Höhle ein. (Foto: Kluterthöhle)

Stefan Voigt (AK Kluterthöhle), Bürgermeisterin Imke Heymann, Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, Dr. Klaus Steuerwald (Geologischer Dienst NRW), die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, Volker Rauleff (Aufsichtsrat der „Kluterthöhle und Freizeit“), Friedrich Wilhelm Wagner (Bezirksregierung Arnsberg) und Florian Englert (Geschäftsführer der „Kluterthöhle und Freizeit“) weihten die „erneuerte“ Höhle ein. (Foto: Kluterthöhle)

Ennepetal. (Red.) Die Säuberungs- und Renaturierungsarbeiten des zweiten Bauabschnittes in der Kluterthöhle in Ennepetal wurden erfolgreich abgeschlossen. 540 Schubkarren voller Bauschutt und Erdreich – insgesamt 30 Kubikmeter – sowie zwei Kubikmeter Kabel, Leitungen und Leuchten wurden aus der ­Höhle entfernt und entsorgt.

30 Stufen sowie zahlreiche Einbauten konnten ebenfalls beseitigt werden, um den Führungsweg barrierefreier zu gestalten. Einige Wegabschnitte wurden bei den Maßnahmen aufgegeben und renaturiert.
Korallen und LEDs
Die Wände der Höhlenbereiche zwischen „Gralsburg“ und „Schlüssellochgang“ wurden zudem intensiv gesäubert, sodass ein Relief aus zahllosen Korallen, Stromatoporen (ausgestorbenen koloniebildenden Meerestieren) und anderen Riffbewohnern freigelegt worden ist – ein für Europa einmaliges geologisches Szenario.
Bei den Arbeiten konnte auch eine neue, energieeffiziente LED-Beleuchtung installiert werden, die die Höhle in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. „Die geologischen Strukturen, Felsformationen und der faszinierende dreidimensionale Riffaufbau kommen nun in einmaliger Weise zur Geltung“, freut sich Stefan Voigt, Vorsitzender des Arbeitskreises Kluterthöhle.
Neue Gänge entdeckt
Die Arbeiten erstreckten sich über drei Monate und in ihrem Zuge entdeckten die Mitglieder des Arbeitskreises neue, mit Tropfstein geschmückte Höhlengänge mit einer Gesamtlänge von 21 Metern. Damit erhöht sich die Ganglänge der Kluterthöhle auf 5.800 Meter. Im Bereich zwischen „Bier­keller“ und „Fuchsbau“ wurden zusätzlich mehrere verschüttete Gangpassagen von Spielzeugen und kleineren Fundsachen freigeräumt.
Zuschuss
Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege ermöglichte die Durchführung der Arbeiten, als sie im Frühjahr 2016 dem Arbeitskreis Kluterthöhle ­einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für die Sanierung und Renaturierung der Höhle gewährte. „Die Betreibergesellschaft ‚Kluterthöhle und Freizeit‘ ist der NRW-Stiftung zu besonderem Dank verpflichtet. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich die erfolgreiche Zusammenarbeit zukünftig fortsetzen lässt“, sagt Kluterthöhlen-Geschäftsführer Florian Englert im Rahmen einer ersten Begehung der neu hergerichteten Anlage.
Erkundung
Gemeinsam mit Englert und Voigt erkundeten Bürgermeisterin Imke Heymann, die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, Dr. Klaus Steuerwald (Leiter des Bereichs Geowissenschaftliche Landesaufnahme beim Geologischen Dienst NRW), Volker Rauleff (stellvertetender Aufsichtsratsvorsitzender der „Kluterthöhle und Freizeit“) sowie Friedrich Wilhelm Wagner (Leiter der Abteilung Bergbau und Energie in NRW der Bezirksregierung Arnsberg) die Höhle bei einem Rundgang mit Landtags­vizepräsident Eckhard Uhlenberg, der für den Vorstand der NRW-Stiftung nach Ennepetal gereist war.
Neue Führung
Damit Besucher das einzigartig gut erhaltene Korallenriff erleben können, hat die „Kluterthöhle und Freizeit“ eine neue geologische Führung entwickelt. Deren Weg ist mit etwa 75 Minuten deutlich länger als die Normalführung und führt auch durch die neu sanierten Höhlenbereiche. Einige Überraschungen erwarten die Gäste: Ehemals verschüttete Bachläufe des Kluterthöhlensystems wurden freigelegt. Höhepunkt ist eine neue Multimedia-Show im Bereich des gewaltigen Tiefenbachganges. Weitere Informationen gibt es in der Touristinfo im Haus Ennepetal, Tel. 02333 / 988011.


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