Sarah Schwarz
17. März 2017 | Total Lokal

Schwelm setzt Zeichen für den Frieden und gegen den Terror

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Gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabriele Grollmann (2.v.l.) verfassten die rund 100 Besucherinnen und Besucher im Ibach-Haus ihre Vorstellungen dazu, was Frieden ihnen bedeutet. (Foto: Stadt Schwelm / Heike Rudolph)

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabriele Grollmann (2.v.l.) verfassten die rund 100 Besucherinnen und Besucher im Ibach-Haus ihre Vorstellungen dazu, was Frieden ihnen bedeutet. (Foto: Stadt Schwelm / Heike Rudolph)

Schwelm. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger nahmen am 2. Schwelmer „Abend des Friedens“ teil, der im Ibach-Haus stattfand. In ihrer Begrüßung erinnerte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann an den Ausgangspunkt für den ersten „Abend des Friedens“.

Im Oktober 2015 hatte die Türkisch-Islamische Gemeinde in Schwelm auf eine Demonstration der rechtsextremen Gruppierung „Pro NRW“ mit einem Fest der Begegnung reagiert. Auf diesem Fest hatten sich Menschen über alle Konfessionen und Glaubensrichtungen hinweg die Hände gereicht.
Die Bürgermeisterin sagte dazu: „Wir alle waren uns einig darin, dass wir uns gemeinsam und über theologische Unterschiede hinweg für den Frieden in der Welt stark machen wollten“. Sie regte seinerzeit einen „Abend des Friedens“ an, der jedes Jahr stattfinden soll. Im Dezember 2015 feierte er Premiere.
„Heute werden wir wieder ein Zeichen für den Frieden und gegen den Terror in der Welt setzen. Denn wir sind der Meinung: Wenn wir offen füreinander sind und uns mit Respekt begegnen, dann sind Verständigung und Eintracht möglich“, so die Bürgermeisterin bei der zweiten Durchführung. Es liege ein langer und schwerer Weg vor den Menschen, aber sie sei sicher, er werde von Erfolg gekrönt sein.
Burak Küplülü von der Türkisch-Islamischen Gemeinde übersetzte alle deutschen Texte und Ansprachen. Organisiert wurde der Abend von Vertreterinnen und Vertretern der Schwelmer Gemeinden und Glaubensgemeinschaften. Es gab einen muslimischen und einen christlichen Programmteil mit Zitaten aus Bibel und Koran sowie Gesang und Ins­trumentalspiel.
Im Mittelteil des Abends versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in konfessionell gemischten Gruppen, um gemeinsam ­niederzuschreiben, welche ­Aspekte des Friedens ihnen wichtig sind.