Anja Schade
13. Juli 2017 | Titelseite

CDU behält weiterhin „Hagen 2030“ im Fokus

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Angeführt vom Vize-Kreisvorsitzenden Dr. Peter Krauß-Hoffmann (hinten l.) möchte die heimische CDU-Führung das Papier „Hagen 2030“ verstärkt in den Blickpunkt rücken und hofft auf parteiübergreifende Unterstützung. (Foto: CDU Hagen)

Angeführt vom Vize-Kreisvorsitzenden Dr. Peter Krauß-Hoffmann (hinten l.) möchte die heimische CDU-Führung das Papier „Hagen 2030“ verstärkt in den Blickpunkt rücken und hofft auf parteiübergreifende Unterstützung. (Foto: CDU Hagen)

Hagen. (ME) Wie soll es weitergehen mit der notleidenden Stadt Hagen? Es gibt mittlerweile zahlreiche Initiativen, die Ideen entwickeln, etwa die Zukunftsschmiede und der Unternehmerrat. Die Hagener CDU hat schon früher als viele andere über die Zukunft der Volmestadt nachgedacht und unter Federführung ihres Vize-­Kreisvorsitzenden Dr. Peter Krauß-Hoffmann das Positionspapier „Hagen 2030“ zu Wege gebracht.
Längst liegt es auch OB Erik O. Schulz vor, auf dessen Unterstützung man in puncto Umsetzung hofft. „Hagen 2030“ ist ein Impulspapier, das in über zweijähriger Arbeit von Mitgliedern der Hagener CDU, der CDU-Ratsfraktion und von profilierten Fachleuten erstellt wurde.
In ihm werden konkrete „Pfade“ für die Entwicklung der Stadt Hagen aufgezeigt. Im Rahmen der Arbeit von Aktionsgruppen wurden inzwischen daraus auch konkrete Projekte abgeleitet.
„Wir haben einige klare Vorstellungen, wie Hagen vorankommen kann. Jetzt müssen wir in Hagen schleunigst die Dinge angehen, die Priorität haben und obendrein finanzierbar sind“, erklärt Projektleiter Krauß-Hoffmann. Um die Finanzierbarkeit zu erleichtern, plädiert er insbesondere dafür, stets die Förderrichtlinien im Auge zu behalten und öfter mal interdisziplinär zu arbeiten.
Brachflächen revitalisieren
Natürlich kann auch die CDU nicht überall das Rad neu erfinden – das will sie auch gar nicht. Eher ist daran gedacht, im „Konzern Stadt“ und in der interessierten Gesellschaft neue Strukturen zu schaffen, die qualitative Verbesserungen ermöglichen.
Etwa im Bereich der Wirtschaft: Hier geht es nach Ansicht der CDU nicht nur darum, dringend neue Gewerbegebiete zu erschließen und alte Brachflächen aufzubereiten – was schon wichtig genug sei –, sondern auch mit Hilfe von Bund und Land die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die in Hagen eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes ermöglichen. Deshalb unterstützt die CDU Hagen auch das bundesweite Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, um kommunale Initiativen wieder verstärkt zu ermöglichen.
Wohnraum: Auch an Ältere denken
Hinsichtlich der demografi­schen Herausforderungen soll sich die Hagener Wohnungs- und Gesundheitswirtschaft vehementer als bislang auf eine älter werdende Bevölkerung einstellen. Hierfür gelte es noch mehr altersgerechten Wohnraum zu schaffen sowie wohnortnahe Versorgungsmöglichkeiten auszubauen, sagt Krauß-Hoffmann.
Im Bereich der Stadtentwicklung möchte die CDU unter anderem Stadtteile wie Altenhagen, Haspe oder die Hohenlimburger Innenstadt verstärkt in den Blickpunkt rücken.
Top-Projekte
Außerdem fordert die CDU sogenannte Top-Projekte zu etablieren, etwa beim Bahnhofszugang oder im Hinblick auf eine Entwicklungszone entlang der B7.
Die Schaffung eines interkommunal getragenen südwestfälischen Netzwerkes zur Verhinderung von Jugendarbeitslosigkeit steht für die CDU beim Thema Bildung an erster Stelle. Ein „Haus der Berufsvorbereitung“ soll als Knotenpunkt des Netzwerkes jungen Menschen dabei helfen, ihre eigenen Potentiale zu erkennen und sich mit der Breite des Arbeitsmarktangebotes auseinanderzusetzen.
Mehr Sicherheit
Mehr Präsenz von engagiertem und qualifiziertem Sicherheitspersonal soll endlich für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung sorgen. Dazu gehöre es auch Polizeistandorte in der Breite zu erhalten. Außerdem soll eine Initiative zur qualitativen Verbesserung der Arbeit der Ordnungsdienste erstellt werden.
CDU-Vizechef Krauß-Hoffmann wirbt um eine möglichst breite Unterstützung: „Wir müssen die Fördertöpfe ganz gezielt erschließen. Dabei helfen Kompetenz und Erfahrung der Unternehmerschaft.“ Über Impulse auch von außerhalb der CDU würde er sich freuen.



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