Anja Schade
12. Mai 2017 | Titelseite

Familiär, witzig, klassisch, skurril: Theater Hagen mit neuem Plan

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Freuen sich auf eine neue und spannende Spielzeit 2017/2018 (v.l.): Marketingleiter Jürgen Pottebaum, Generalmusikdirektor Joseph Trafton, Orchesterdirektorin Antje Haury, Oberspielleiter Thilo Borowczak, Lutz-Leiterin Anja Schöne, Ballettdirektor Alfonso Palencio und Geschäftsführer Michael Fuchs. (Foto: Theater Hagen)

Freuen sich auf eine neue und spannende Spielzeit 2017/2018 (v.l.): Marketingleiter Jürgen Pottebaum, Generalmusikdirektor Joseph Trafton, Orchesterdirektorin Antje Haury, Oberspielleiter Thilo Borowczak, Lutz-Leiterin Anja Schöne, Ballettdirektor Alfonso Palencio und Geschäftsführer Michael Fuchs. (Foto: Theater Hagen)

Hagen. (AnS) „Alles neu macht der Mai“ heißt es im Volksmund – und das gilt für das Theater Hagen in diesem Jahr ganz besonders. Viele neue Gesichter betätigen sich dort kreativ und haben bereits ein gemeinsames Werk erschaffen: den neuen Spielzeitplan für die Saison 2017/2018.

Ein niedriger Etat und ein fehlender Intendant machten die Situation nicht einfacher, fast abenteuerlich. Aber: „Wir haben uns mit dieser Aufgabe alle gleich kennengelernt“, schmunzelt denn auch der neue Generalmusikdirektor Joseph Trafton, der gemeinsam mit neuen und alten Kollegen an dem Plan tüftelte. Geschäftsführer Michael Fuchs wirkte erstmals mit und war dankbar für diese Erfahrung und Herausforderung. „Trotz Einsparungen wollen wir am Programm nicht sparen. Das heimische Theater ist schließlich eine Marke.“
Oper und Musical
Das neue Programm ist dann auch eine Mischung aus Altbewährtem, Bekanntem und Innovativem. So steht im Musiktheater Puccinis „Tosca“ auf dem Programm – als erste Hagener Eigenproduktion von Joseph Trafton und eines seiner Lieblingsstücke. Er bietet zudem neben der klassischen „Aida“ dem Publikum zwei Musicals an. Eines liegt ihm besonders am Herzen: „In the Heights von New York“ soll vor allen Dingen junge Leute ansprechen, es lockt mit Hip-Hop, Rap und Salsa sowie einer Geschichte a la Westside-Story.
Skurril wird es mit der Oper von Joseph Haydn, „Ritter Roland“, eingängiger mit „Kiss me Kate“. Eine europäische Erstaufführung gibt es mit „Everest“ und ein Familienstück mit „Das schlaue Füchslein“.
Ballett mit „Cinderella“
Der neue Ballettdirektor Alfonso Palencia bietet seinen Zuschauern gleich zwei Premieren. Mit „Dancing Souls“ stellt er zusammen mit zwei Gastchoreographen seine Handschrift vor, mit „Cinderella“ freut er sich auf den klassischen Tanz zwischen Gut und Böse.
Vieles für Familien
Anja Schöne tritt die Nachfolge von Werner Hahn im Lutz an und lädt das ganz junge Publikum ein. „Die Kuh Rosmarie“ ist ihr erstes Stück und handelt von einer Mecker-Kuh, die von ihrem Bauern nach Afrika verfrachtet wird. Eine von vielen amüsanten Geschichten für die ganze Familie. Denn Anja Schöne will das Kleinkind ebenso im Theater willkommen heißen wie den 95-jährigen Opa. Neu sind tatsächlich Aufführungen, bei denen die Bestuhlung entfernt wird und mitgesungen, mitgekrabbelt und mitgespielt werden darf. Fehlen dürfen im Lutz natürlich auch die Jugendstücke nicht: „Faust“ oder „Hallo Nazi“.
Juri Tetzlaff als Moderator
Die Familienkonzerte – neben den Sinfoniekonzerten eine Institution – werden im Übrigen von Juri Tetzlaff moderiert, vielen Eltern und besonders Kindern als Kika-Moderator bekannt. Als Weihnachtsstück wird „König Drosselbart“ zu sehen sein, auf der Schauspielbühne gibt es unter anderem „Wie im Himmel“, bei dem Disponent und Oberspielleiter Thilo Borowczak Hagens Chöre zum Mitmachen einlädt.
Jetzt fehlt dem Theater nur noch der neue Intendant: Der Aufsichtsrat will dem Rat der Stadt Hagen Francis Hüsers vorschlagen, der zuletzt in Hamburg, Halle und St. Gallen tätig war.
Der neue Spielzeitplan mit allen Aufführungen und Terminen liegt an den bekannten Stellen aus. Gestartet wird am 2. September mit einem Tag der offenen Tür.


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