Lara Zeitel
13. September 2016 | Titelseite

Kultopia lädt erneut ins „Romanische Café“ ein

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Hagen. (Red./lz) „Wann liest man schon den Namen des berühmten Berliner Künstlercafés, in dem Erich Kästner viel Zeit verbracht hat, in einem Veranstaltungsprogramm?“, lobt Hagens Autorin Birgit Ebbert in ihrem Blog die Auftaktveranstaltung der Reihe „Reminiszenzen ans Romanische Café“, die im Mai im Kultopia in Hagen Premiere feierte. „Da muss ich hin“, fuhr sie damals fort.
Denn: Das Romanische Café am Kurfürstendamm - oder „Café Größenwahn“, wie der Berliner Volksmund es spöttisch-liebevoll nannte - war in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren ein Treffpunkt der Intellektuellen von Berlin.
Musiker, Dichter, Schriftsteller, Maler - sie alle trafen sich hier und waren beinahe jeden Abend zu Gast. Da viele dieser Künstler in den „Tagen des Anstreichers“ (Hitler), wie Berthold Brecht es einst formulierte, zum aktiven Widerstand gehörten, war das Café vor allem bei den Nazis verhasst und plötzliche unangenehme Besuche standen auf der Tagesordnung.
Dennoch hatte das Café nach Bombennächten, Zusammenbruch und Hungertagen die Stürme der Zeiten bis in die 1970er Jahre überdauert.
Horst Lappöhn (Gitarre/Gesang und Moderation), Peter Boenig (Gitarre/Gesang) und Helmut Besten (Cello) haben mit ihrem Auftritt im Mai bereits das künstlerische Flair mit ihrer literarischen Musikgruppe „Die Neuen Anonymen Volkswaisen“ neu aufleben lassen. Nicht in Berlin, sodern in Hagen. Zu einem musikalisch-literarischen Abend mit Gedichten, Chansons und Begegnungen wie im Romanischen Café der Zwanziger Jahre lädt das Trio nun erneut, um sich von seinem Programm in eine längst vergangene Zeit mitnehmen zu lassen.
Veranstaltungsort ist wie zuvor auch im Kultopia, Konkordiastraße 23-25 am Buschey. Los geht es um 20 Uhr. Weiterer Termin: der 16. Dezember, ebenfalls um 20 Uhr.
Im Dezember soll es obendrein ein kleines Weihnachtsspecial geben. Karten sind an den jeweiligen Abenden im Kultopia erhältlich.


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