Lara Zeitel
20. April 2017 | Immobilien

Neuer Standort: Soziales Küchenstudio jetzt im ehemaligen Bürgeramt in Haspe

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Das Team des Sozialen Küchenstudios freut sich am neuen Standort in Haspe auf vielfältige Begegnungen. (Foto: Hagen ist bunt)

Das Team des Sozialen Küchenstudios freut sich am neuen Standort in Haspe auf vielfältige Begegnungen. (Foto: Hagen ist bunt)

Haspe. Am neuen Ort und mit neuen, erweiterten Öffnungszeiten präsentiert sich das Team des Sozialen Küchen­studios nun im ehemaligen Bürgeramt in Haspe, Hüttenplatz 67.

Nach dem Umzug des mittlerweile 26-köpfigen Teams helfen die ehrenamtlichen Männer und Frauen nun an zwei festen Öffnungstagen pro Woche Menschen, die sich gerade neu einrichten, mit gespendeten Küchenutensilien.
Neben dem schon etablierten Donnerstag von 12 bis 16 Uhr haben Nicole Schneidmüller-­Gaiser, Sabine Gerlich und die komplette, multinationale Gruppe nun auch mittwochs das Küchenstudio eröffnet. Start ist am 26. April. Dann gibt es jeden Mittwoch zwischen 12 und 16 Uhr sowie an jedem dritten Samstag im Monat von 12 bis 14 Uhr Spenden.
Einander begegnen
Das Team hofft außerdem auf Spenderinnen und Spender, die die Arbeit des Hagen-ist-bunt-Projektes unterstützen möchten. In den freundlich und einladend gestalteten Räumen können nun neben Begegnungen auch Beratungen stattfinden sowie gemeinsame Aktivitäten von Hagenern und Neubürgern.
„Momentan benötigen wir vor allem komplette Ess-Service sowie große Töpfe und Pfannen, denn es kommen überwiegend Familien zu uns“, berichtet Nicole Schneidmüller-Gaiser, die die Idee zu diesem Projekt hatte.
Versorgung ausweiten
Seit der Eröffnung im Juni des vergangenen Jahres konnten schon mehr als 170 Haushalte versorgt werden.
„Dabei lernen wir eine Menge übereinander“, freut sich die „Hagen ist bunt“-Vorsitzende, dass sich mittlerweile auch Menschen im Team engagieren, die als Flüchtlinge nach Hagen gekommen sind.
„Für sie ist es eine gute Gelegenheit, zwischen ihren Deutschkursen weiter die Sprache zu üben und die Kultur zu lernen – und wir begreifen durch den alltäglichen Umgang ebenfalls viel mehr über die Schicksale, die hinter jeder einzelnen Fluchtgeschichte liegen“, sagt Schneidmüller-Gaiser. Auch über die Unterschiede in den Vorlieben beim Geschirr lernen alle voneinander: „Weiße Services mit Goldrand sind bei unseren Gästen der Renner“, sagen die Küchenstudio-Betreiber.
„Aber einzelne Kaffeepötte und Frühstücksbrettchen sind wohl eher bei Deutschen beliebt.“ Auch Bier-, Schnaps- oder Weingläser finden keine Abnehmer, daher bitten die Ehrenamtlichen, von solchen Spenden abzusehen.
„Wir geben zwar alles an andere soziale Einrichtungen weiter, was wir selber nicht benötigen – aber das ist für uns logistisch ein großer Aufwand.“
Spenden
Wer das Küchenstudio unterstützen möchte, kann die gut erhaltenen Haushaltsgegenstände – gespült und vor allem ohne Inhalt – zu den Öffnungszeiten im Sozialen Küchenstudio 2.0, Hüttenplatz 67, abgeben. Das Soziale Küchenstudio ist an jedem Mittwoch und Donnerstag zwischen 12 und 16 Uhr sowie an jedem dritten Samstag im Monat zwischen 12 und 14 Uhr geöffnet.


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