Anja Schade
11. Mai 2017 | Total Lokal

Pinselstriche und Klangfarbe im Hagener Fenster

Bilder

Hagen. (anna) Die bekannte und mehrfach ausgezeichnete Hagener Künstlerin Barbara Wolff zeigt anlässlich ihres 60. Geburtstages im Hagener Fenster des Osthaus-Museums zwei Serien mit Papierarbeiten aus unterschiedlichen Zeiten ihres Schaffens.

Beide Zyklen basieren auf einer intensiven Auseinander­setzung der Malerin mit Musik. Das Lied und Gedicht von Leonard Cohen „Bird on the wire“ war Anlass für einen Bilder­zyklus auf Japanpapier, der zwischen 2005 und 2016 entstand. In dem Lied besingt Cohen seine Einsamkeit und sein Scheitern, seine Unfähigkeit zu lieben und seine Sehnsucht nach Freiheit.
In melancholischer Stimmung mit einem anderen Song von Cohen im Ohr, schuf Barbara Wolff im Jahr 2005 die Folge der Vogelbilder. Nach fast einem Jahrzehnt, kurz nach Cohens Tod, widmete sich Barbara Wolff erneut dem Cohen-Zyklus. Sie vervollständigte Himmel und Wolken und ergänzte die Singvögel durch Raub­vögel-Darstellungen.
Zu Klavierkompositionen des 1819 in Hagen geborenen Komponisten Karl Halle fertigte Barbara Wolff einen sechsteiligen Zyklus aus Tuschzeichnungen au Bütten. Der Pianist, sein Instrument und die Klaviertasten sind eingebunden in die ausufernden Klänge, die als Tonspur das Blatt überziehen. Der Rhythmus wird in den Pinselschwung übersetzt.
Die Ausstellung „Pinselstrich und Klangfarbe“ wird am Freitag, 12. Mai, um 18.30 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet. Einführende Worte spricht Dr. Birgit Schulte, stellvertretende Direktorin des Museums.
Heldenreise
Bereits am Mittwoch 10. Mai, um 18.30 Uhr eröffnete die Ausstellung der Düsseldorfer Künstlerin Yvonne van Acht unter dem Titel „Heldenreise“. Gezeigt werden 70 ­Gemälde und Papierarbeiten, die sich mit dem Thema der Reise des Helden künstlerisch auseinandersetzen. Ihnen liegen viele Mythen, Erzählungen und Märchen zugrunde.



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