Bärbel Taubitz
20. April 2017 | Auto

Wenn's im Frühling auf dem Auto klebrig wird ...

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Klebrige Pollen verärgern im Frühling so manchen Autofahrer. Bei der Reinigung ist Vorsicht angesagt, damit der Lack keinen Schaden nimmt.
 (Foto: hillwoman2/iStock/Deutsches Lackinstitut/akz-o)

Klebrige Pollen verärgern im Frühling so manchen Autofahrer. Bei der Reinigung ist Vorsicht angesagt, damit der Lack keinen Schaden nimmt. (Foto: hillwoman2/iStock/Deutsches Lackinstitut/akz-o)

Hagen. (akz-o) Im Frühling macht der einsetzende Pollenflug nicht nur empfindlichen Nasen zu schaffen. Auch der Autolackierung schmeckt das Erwachen der Pflanzen-, Insekten- und Vogelwelt gar nicht. Beim Parken unter Bäumen ist in diesen Tagen das Auto meist schnell von einer klebrigen Schicht überzogen.
„Es ist vor allem die Kombination aus klebrigen Harzen, Pollen, Blattlaussekreten, ätzendem Vogelkot und aggressiver UV-Strahlung, die der Autolackierung im Frühling zusetzt“, erklärt Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt am Main. „Um Schäden für den Lack zu vermeiden, sollte man bei der Reinigung und Pflege ein paar Regeln beachten.“
Möglichst nicht unter Bäumen parken
Im Frühling sorgen vor allem die Pollen von Birke, Kiefer, Ahorn, aber auch vom Raps für eine klebrige Schicht, die der Lackierung ihren Glanz nimmt. „Das ärgert den Autobesitzer natürlich“, weiß Bross. „Allergisch reagiert die Autolackierung aber auch auf falsche Reinigungsmaßnahmen. Wer mit aggressiven Reinigern wie Scheuermilch oder Essigreiniger zu Werke geht oder gar mit einem Haushaltsschwamm oder Mikrofasertuch kraftvoll versucht, die Oberfläche von der Verschmutzung zu befreien, riskiert Schäden an seiner Lackierung.“
So robust die modernen Autolackierungen heute auch sind, ihre oberste Schicht ist nur rund 0,04 Millimeter dick, was in etwa der Dicke eines Haares entspricht. Hier kann es tatsächlich zu einem mechanischen Abrieb kommen, der die Lackierung nicht nur stumpf werden lässt, sondern langfristig auch die Zerstörung des Klarlacks bewirkt. „Besser ist es, bei hartnäckigen Verschmutzungen, die auch in der Waschanlage nicht abgehen, Spezialreiniger zu nutzen, die im Fachhandel angeboten werden“, informiert Bross. „Sie werden mit einem weichen Lappen oder Küchenpapier aufgetragen, lösen den Vogelkot, der anschließend mit viel Wasser abgewaschen werden kann.“
Auch die klebrigen Pollen können der Autolackierung zusetzen, wenn sie nicht entfernt werden. Man sollte deshalb in dieser Zeit häufiger eine Waschanlage aufsuchen.
Nicht nur Gutes kommt von oben
Insbesondere bei der Entfernung von Vogelkot ist Sorgfalt angebracht. „Die ätzenden Bestandteile, vor allem von Taubenkot, können im Zusammenwirken mit der UV-Strahlung der Sonne die Lackoberfläche angreifen und nachhaltig schädigen“, erklärt Bross. „Auch hier führt der sanfte, lackschonende Weg zum Erfolg. Den Vogelkot nicht abkratzen, sondern ein nasses Tuch auf die Stelle legen, ein paar Minuten einweichen lassen und den Fleck dann abwischen. Das funktioniert übrigens auch mit angefeuchtetem Zeitungspapier. Diesen Vorgang sollte man jedoch nicht in der prallen Sonne durchführen.“Wer seinen Wagen unter Bäumen parkt, sollte die Lackierung seines Fahrzeugs täglich auf Verschmutzungen untersuchen und diese möglichst schnell entfernen. Denn eine intakte und glänzende Lackierung sorgt nicht nur für mehr Freude beim Fahren, sondern ist auch ein entscheidender Faktor für den Wiederverkaufswert des Wagens.


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