Anja Schade
18. März 2017 | Titelseite

Eilper Geschäftsleute warnen: Kein Leichtsinn!

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Jetzt kann er wieder lachen: Steffen Barth hat die Kasse, die zum wiederholten Male aufgebrochen wurde, gegen ein sichereres Modell ausgetauscht. (Foto: Anja Schade)

Jetzt kann er wieder lachen: Steffen Barth hat die Kasse, die zum wiederholten Male aufgebrochen wurde, gegen ein sichereres Modell ausgetauscht. (Foto: Anja Schade)

Eilpe. (AnS) „Am Dienstagmorgen, gegen 6.30 Uhr, wurde die Polizei zu einem Einbruch in der Eilper Straße gerufen. Um 6 Uhr musste ein 34-Jähriger Firmeninhaber feststellen, dass am Hintereingang seines Büros eine Scheibe eingeschlagen war und ein Fenster aufgehebelt wurde. Unbekannte Täter haben die Räumlichkeiten durchwühlt und einen am Mauerwerk fest verankerten Tresor aufgebrochen.“ – „Die nur rund 30-minütige Abwesenheit einer 40-jährigen Hagenerin nutzten bislang unbekannte Einbrecher am Montag in einem Reihenhaus in Eilpe. Die 40-Jährige hatte ihr Haus in der Straße In der Welle gegen 18.15 Uhr verlassen, um kurz einen Einkauf zu tätigen. Bei ihrer Rückkehr um 18.45 Uhr bemerkte sie, dass einige Schubladen und Schränke geöffnet waren.“

Meldungen wie diese häufen sich im Hagener Süden – meint Steffen Barth. Der Physiotherapeut hat in letzter Zeit ähnliche Fälle am eigenen Leib erlebt. In seinem Reha-Zentrum an der Eilper Straße wurde bereits dreimal die Kasse, die sich am Empfangstresen befindet, am helllichten Tag und trotz Betrieb aufgebrochen. Er selbst sei bereits mehrfach auf dem Parkplatz vor der Tür bedroht worden So kann es nicht weitergehen, meint er.
Aber hat die Kriminalität im Hagener Süden wirklich zugenommen? Die Meinungen gehen bei den Geschäftsleuten an der Eilper Straße auseinander.
Eilper Denkmal jetzt sauberer
„Seitdem das Eilper Denkmal renoviert wurde, ist es nicht nur sauberer geworden, auch zwielichtige Gestalten haben sich verzogen“, meinen sie unisono.
Unsicherer geworden sei es hier nicht, dieser Ansicht ist auch Bezirksbürgermeister Michael Dahme. „Das mal das eine oder andere geklaut wird, gehört zum Tagesgeschäft“, heißt es im recht offen gestalteten Blumengeschäft. Nur ein Vorfall sei etwas schlimmer gewesen – als ein Kunde die Verfolgung eines Diebes aufnahm und mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht wurde.
Auch der Polizei Hagen sind keine besonderen oder mehr Vorkommnisse um das Eilper Zentrum bekannt. „Wir rücken natürlich bei allen Fällen aus, nicht nur der Streifenwagen kommt, bei Aufbrüchen sichert auch die Kripo eventuelle Spuren.“ Ob die Täter dann auch wirklich erwischt werden, das steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier.
Leichtsinn nicht zulassen
Jeder hat seine eigene Methode, sich zu schützen. Man dürfe nicht so leichtsinnig sein, wissen die Geschäftsleute.
Wenn er seinen Kasseninhalt zähle, schließe er seine Tür ab und ließe keinen Kunden mehr in den Laden, erklärt der Schuhmacher. Und auch der Lotto-Toto-Laden, der schon mehrere Einbrüche zu verzeichnen hatte, schützt sich, in dem die Zigaretten nachts aus der Auslage geräumt werden. „Seit einem Jahr haben wir Ruhe.“ Die Floristen hingegen ketten ihre Spendendose an und haben stets ein wachsames Auge. „Das betrifft auch die Kunden, die oft mit offenen Handtaschen einkaufen gehen und Diebe quasi einladen.“
Barth enttäuscht
Auch Steffen Barth hat Maßnahmen ergriffen. „Unsere Mitarbeiter sind gebrieft und das Kassensystem ist mittlerweile ein anderes. Trotzdem bin ich enttäuscht von der Respektlosigkeit, die ich inzwischen erlebe. Die Hemmschwelle sinkt immer mehr, ich habe Angst um meine Mitarbeiter und vor zunehmender Eskalation. Mein Unternehmen hilft Menschen und uns Helfer beklaut man noch.“



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