Christina Schröer
11. März 2017 | Titelseite

Ein Jahr danach: Zehn Fragen an D.J. Covington

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Am 1. Mai 2016 präsentierte sich D.J. Covington (hier mit Hallensprecher Hans-Uwe Schröer) zum ersten Mal nach seiner schweren Beinverletzung vom 6. März 2016 in der Arena am Ischeland und begrüßte die Phoenix-Hagen-Fans. (Foto: Jörg Laube)

Am 1. Mai 2016 präsentierte sich D.J. Covington (hier mit Hallensprecher Hans-Uwe Schröer) zum ersten Mal nach seiner schweren Beinverletzung vom 6. März 2016 in der Arena am Ischeland und begrüßte die Phoenix-Hagen-Fans. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (cs) Der schreckliche Sportunfall von Bundesliga-Basketballer D.J. Covington ist nun ein Jahr her – am 6. März 2016 stürzte der 25-jährige US-Amerikaner während der Partie gegen die Brose Baskets Bamberg so schwer, dass Bänder, Sehnen und Gefäße unterhalb seines linken Knies abgetrennt wurden. Monatelang konnte niemand mit Gewissheit sagen, ob D.J. wieder völlig genesen würde. Ein Jahr später ist er immer noch in Hagen, wird nach wie vor behandelt und macht das Beste aus seiner Situation. Dem Wochenkurier hat er anlässlich dieses nicht ganz glücklichen Jubiläums Rede und Antwort gestanden.

Wo würde D.J. Covington heute stehen, wenn der Unfall vor einem Jahr nicht passiert wäre?

Wahrscheinlich würde ich mich gerade auf ein Spiel am Wochenende vorbereiten, in dem ich mein Team hoffentlich den Playoffs ein Stückchen näher brächte.
Was macht du im Moment? Gehst du noch zur Physiotherapie?
Im Moment bin ich sehr auf meine Gesundheit und Genesung fokussiert. Ich arbeite täglich an mir und mache Fortschritte. Nach meiner Zeit in einer Therapie auf Schalke durfte ich für eine kurze Zeit nach Hause in die USA und werde meine Therapie nun in Hagen fortsetzen.
Und wie sieht momentan ein typischer Tag im Leben des D.J. Covington aus?
Nach dem Aufwachsen dehne ich meine Zehen, Füße und Waden für etwa 30 bis 45 Minuten. Außerdem mache ich ein paar Mobilitätsübungen für mein Bein. Zusammen mit der Elektrostimulation, mit der ich behandelt werden, erziele ich wirklich gute Ergebnisse. Im Moment bin ich vom Genesungsstatus her genau da, wo ich sein sollte.
Und was passiert sonst? Gibt es besondere Orte in Hagen, die du gerne besuchst?
Ich bin gerne in einer der beiden Einkaufsgalerien in Hagen. Ich mag es, dass dort alles an einem Ort zu finden ist.
Okay, zurück zum Sportlichen – was sagen denn die Ärzte zu deiner Rückkehr auf das Basketballparkett?
Zur Zeit sagen sie, dass ich froh sein kann, überhaupt laufen zu können. Dafür bin ich inzwischen wirklich dankbar und sehe alles andere als Bonus an, auch wenn der Heilungsprozess aktuell vielversprechend aussieht.
Also ist #comebackstronger immernoch dein Motto?
Absolut. Alles andere wäre nicht ich. Ich liebe es, mich selbst zu motivieren.
Und wie sehen nun deine Pläne für 2017 aus? Bleibst du in Deutschland?
Der nächste Schritt ist erst einmal die finale Operation in naher Zukunft, die alle Puzzelteile zusammenfügen wird. Erst danach kann ich wirklich weiter planen.
Dafür wünschen wir dir alles Gute. Wie stehst du denn zum Neustart von Phoenix Hagen in der Pro A? Nicht jeder in Hagen sprüht vor Begeisterung.
Ich finde das großartig für Hagen. Phoenix kämpft genauso hart wie ich, sie waren verletzt und am Boden, aber sie geben nicht auf. Das gefällt mir.
Bist du denn noch in Kontakt mit Leuten aus der „Phoenix-Familie“? Wer unterstützt dich hier in Hagen?
Den engsten Kontakt habe ich mit Uwe und Sabine Schröer, aber auch mit ein paar anderen habe ich noch zu tun. Darüber bin ich sehr glücklich.
Eine letzte Frage noch: Wo finden wir dich am 6. März 2020?
Hoffentlich in Amerika. Mit Kindern (Anmerkung d. Red.: und der dazugehörigen Frau) und einem Hund irgendwo in den Bergen, um einfach das Leben zu genießen.


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