Lara Zeitel
14. März 2017 | Stellenmarkt

Hagener Theaterstück begeistert Grüne Damen

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Das Stück „Zwölf Tage – Szenen des Glaubens“ beeindruckte nicht nur die Zuschauer. Auch den jungen Schauspielerinnen ging das Stück nahe. (Foto: Elke Schwerdtfeger)

Das Stück „Zwölf Tage – Szenen des Glaubens“ beeindruckte nicht nur die Zuschauer. Auch den jungen Schauspielerinnen ging das Stück nahe. (Foto: Elke Schwerdtfeger)

Hagen. Im Rahmen eines thematischen Fortbildungstages für die Grünen Damen am „Agaplesion – Allgemeinen Krankenhaus Hagen“ (AKH) hat der Jugendclub des heimischen Stadttheaters das Stück „Zwölf Tage – Szenen des Glaubens“ aufgeführt. Hauptpersonen des Stücks sind ein zehnjähriger, an Leukämie erkrankter Junge und eine Grüne Dame, die ihn liebevoll begleitet und ihm hilft, mit seiner Situation fertig zu werden.

„Das war sehr eindrucksvoll und berührend. Zwischendurch sind mir immer wieder die Tränen gekommen“, so eine der Grünen Damen sichtlich bewegt nach der Vorführung. Eine andere Mitarbeiterin der evangelischen Alten- und Krankenhilfe pflichtete ihr bei: „Mich hat beeindruckt, wie ernsthaft sich die jungen Schauspieler mit dem Thema Tod und Sterben beschäftigt haben.“ Auch die Theaterpädagogin Miriam Walter, Leiterin der Inszenierung, zeigte sich begeistert: „Zu wissen, dass wir im Krankenhaus, in der Kapelle, ein Stück über Krankheit und Glauben zeigen, gibt der ganzen Aufführung eine besondere Intensität.“
Karina Sturm, eine der jungen Schauspielerinnen, ergänzte: „Auch mir ist das Stück ganz nah gegangen. Zumal wir den Grünen Damen und Herren dieses Krankenhauses maßgeblich verdanken, dass wir uns überhaupt mit dem Thema Sterben beschäftigt haben.“
Eigene Erfahrung
Die Vorführung war der zweite Teil des Fortbildungstages. Zunächst hat Marita Schulz, Koordinatorin beim Ambulanten Hospiz „Da-Sein“, einen Vortrag über die Hospizarbeit gehalten. Viele eigene Erfahrungen haben anschaulich gezeigt, was Menschen bei der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen erleben. Auch die mehr als fünfzig Damen und Herren der Evangelischen Alten- und Krankenhilfe im Allgemeinen Krankenhaus und im Evangelischen Krankenhaus Bethanien, Iserlohn, kommen in solche Situationen.
Das Theaterstück hat dabei deutlich gemacht, wie gute Begleitung Sterbender gelingen kann.
Bei Snacks und Getränken gab es nach der Aufführung zwischen den Schauspielern und den etwa achtzig Zuschauern lange Gespräche. So schwärmte Schauspielerin Nikola Kapler: „Ich hatte ganz intensive Gespräche, weil die Grünen Damen und Herren viele eigene Erfahrungen eingebracht haben.“