Heiko Cordes
15. Mai 2017 | Titelseite

Vielfalt-tut-gut-Festival in Hagen lockt Jung und Alt

Bilder
Historische Instrumente, exotische und klassische Lieder sowie ein buntes Bühnenprogramm  runden das Angebot beim Vielfalt-tut-gut-Festival ab. Die Verantwortlichen freuen sich schon auf dieses Fest der Kulturen und hoffen auf gutes Wetter. (Foto: Heiko Cordes)

Historische Instrumente, exotische und klassische Lieder sowie ein buntes Bühnenprogramm runden das Angebot beim Vielfalt-tut-gut-Festival ab. Die Verantwortlichen freuen sich schon auf dieses Fest der Kulturen und hoffen auf gutes Wetter. (Foto: Heiko Cordes)

Hagen. (hc) In Zeiten von Populismus, Nationalismus und anderer rechter Strömungen ist das Vielfalt-tut-gut-Festival am Samstag, 20. Mai, in Hagen ein wichtiger Beitrag zu einem interkulturellen Zusammenleben in der Volmestadt. Bereits zum zehnten Mal findet das für alle Seiten offene Festival im Dr.-Ferdinand-David-Park am Allerwelthaus, Potthofstraße 22, statt.
Mit Musik und Workshops für die ganze Familie laden das Allerwelthaus, der Jugendring Hagen und die Zuwanderungsberatung der Diakonie Mark als Veranstalter ab 15 Uhr ein.
Insgesamt über 20 Organisationen haben an dieser Jubiläumsveranstaltung mitgearbeitet. Gefördert wird sie durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das seinen finanziellen Beitrag um 20.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 44.000 Euro aufstockt. Dadurch können logischerweise mehr Projekte unterstützt werden – anstatt 14 gibt es nun immerhin 21 verschiedene Projekte zu erleben.
Musik-Highlights
Der Höhepunkt ist wie immer das Bühnenprogramm, das ab 18 Uhr startet. „From East to West“ lautet das neuste Projekt der Hagener Musikerin Maren Lueg. „Es verbindet die Musiker, die in Hagen bereits ihre Wurzeln haben mit den neuen Musikern aus Syrien und dem Iran“, erklärt Lueg.
Besonders an dem Projekt ist, dass das Hagener Kammerorchester zur Zusammenarbeit bereit war. So werden sowohl orientalische Klänge ertönen als auch ein klassischer Walzer. „Das ist eine Premiere für uns – klassische Musik hatten wir noch nie auf der Bühne“, erklärt Ulrich Korfluer vom Allerweltshaus.
Hagener und Flüchtlingen gemeinsam
In Workshops haben dabei nicht nur die deutschen Musiker einige neue Seiten entdeckt, wie Jutta Winter vom Kammerorchester berichtet: „Es war interessant, einmal neue Töne und Melodien kennenzulernen. Es lief ganz anders ab als sonst, man muss sich per Handzeichen verständigen, aber das klappt.“ Warum Handzeichen? Maren Lueg erläutert: „Die syrischen Musiker spielen nach Gehör.“
Umso mehr freuten sie sich, dass das Kammerorchester ein in der arabischen Welt sehr bekanntes Stück aus den 40er Jahren spielte. „Das ist über die sozialen Medien geteilt und gesehen worden und vermittelte allen, dass auch die orientale Musik in Hagen angekommen ist“, sagt Lueg.
Ungefähr 14 Musiker aus dem Orient und Okzident werden die Bühne für ungefähr eine Dreiviertelstunde in Beschlag nehmen.
Mit dem Hagener Sänger und Gitarristen Björn Nonnweiler folgt ein weiterer lokaler Musik-Act auf „From East to West“. Nonnweiler stellt Lieder aus seinem Konzertprogramm „Mit Herz und Hirn“ vor und singt dabei auf Deutsch. Neben eigenen Kreationen gibt es auch Songs von bekannten Künstlern aus dem In- und Ausland zu hören.
Den Abschluss macht „Massiv Grün“ – die Wuppertaler bieten Rock-Reggae mit ebenfalls deutschen Texten. Mal witzig, mal ernst nehmen sie die Gesellschaft in den Fokus.
Bis 22 Uhr werden die E-Gitarren- und Bläser-Sektionen klingen und damit das Festival beschließen.


Weitere Nachrichten aus Hagen am Samstag
Beim Sozialverband Deutschland im Einsatz für die Vereinsmitglieder: (v.r.) Juristin Edda Backhaus (Geschäftsführerin des SoVD-Bezirks Iserlohn – Hagen – Wuppertal), Bezirksvorsitzende Barbara Lazaris und Sekretärin Sonja Berger. Jeden Dienstag gibt es in der Hagener Bezirksgeschäftsstelle eine offene Sprechstunde. (Foto: Bärbel Taubitz)

Sozialverband Deutschland: 100 Jahre Kampf für mehr Gerechtigkeit

22.05.2017
Hagen. (tau) Der Sozial­verband Deutschland feiert sein 100-jähriges Bestehen in diesem Jahr. Gegründet wurde er 1917 als „Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten“ mit dem Ziel, sich für die Versorgung der Opfer des Ersten...
Das KFZ-Handwerk steht im Mittelpunkt einer liebevoll gemachten Ausstellung im Mäckingerbachtal – zu sehen im „Haus Sümmern“ (Hintergrund). Auf die zum Rahmenprogramm gehörende Ford-Schau freuen sich nicht nur die Alt-Ford-Freunde, sondern auch Ausstellungsmacherin Lisa Maubach (r.) und Museumschef Uwe Beckmann (l.). (Foto: M. Eckhoff)

„Läuft wieder!“ im Freilichtmuseum Hagen

21.05.2017
Hagen. (ME) Ach, waren sie nicht schön, die Autos der 60er Jahre? In ihren Motorräumen sah es noch recht „übersichtlich“ aus. Es gab keine Elektronik, es roch „richtig“ nach Öl – und Reparaturen konnten häufig genug von...

SonnTalk: Fieser Vater

21.05.2017
Von Claudia EckhoffWer etwas zu vererben hat, kann zu Lebzeiten mit seinen Verwandten oder seinem Ehepartner eine Vereinbarung treffen, nach der diese auf ihr Erbe verzichten. Der Verzichtende ist dann von der gesetzlichen Erbfolge...
Die Herdecker Schwimmmeister Alexander Krüger (l.) und Kollege Nils Schnathorst erledigten jetzt am Bleichstein die letzten Reinigungsarbeiten für die Eröffnung der Freibadsaison. (Foto: Stadt Herdecke)

Mord, Unfall und Freibaderöffnung: Das war die Woche in Hagen

20.05.2017
Hagen. (san/AnS) Traumhaftes Sommersonnenwetter am Mittwoch – was war da passender als die Eröffnung der Freibäder? Sowohl das Bad auf der Hestert in Haspe als auch das in Hengstey öffneten mittags ihre Pforten für den Start in die...
Marco Hollersbacher hat sich für die nächsten zwei Jahre an die Feuervögel gebunden. (Foto: Phoenix Hagen)

Hollersbacher beginnt Profilaufbahn bei Phoenix Hagen

18.05.2017
Hagen. Nach der Verpflichtung von Rückkehrer Dominik Spohr kann Phoenix Hagen die nächste Spielerverpflichtung für den ProA-Kader 2017/2018 bekanntgeben. Marco Hollersbacher hat sich für die nächsten beiden Jahre an die Feuervögel...