Heiko Cordes
13. März 2017 | Titelseite

Frischer Wind für den Deutschen Meister aus Iserlohn

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Der ehemalige Nati-Kapitän Andreas Münger soll der ERGI beim Projekt Titelverteidigung helfen. Mindestens eine Trophäe hat sich der Schweizer als Ziel gesetzt. (Foto: Privat/Münger)

Der ehemalige Nati-Kapitän Andreas Münger soll der ERGI beim Projekt Titelverteidigung helfen. Mindestens eine Trophäe hat sich der Schweizer als Ziel gesetzt. (Foto: Privat/Münger)

Iserlohn. In der heißen Saisonphase der Rollhockey-Bundesliga hat der amtierende Deutsche Meister ERG Iserlohn nochmals personell nachgelegt. Die Verantwortlichen reagierten damit auf die sehr dünne Personaldecke. Überraschend gelang es den Waldstädtern, den ehemaligen Schweizer Nationalmannschaftskapitän Andreas Münger aus dem Rollhockey-Ruhestand zu holen. Der 32-Jährige wird ab Mitte des Monats erstmals für die Iserlohner auflaufen. Dem Wochenkurier stand er bereits jetzt Rede und Antwort und erklärt, wie es zu dem Wechsel nach Iserlohn kam.

Herr Münger, Sie verstärken den Deutschen Meister ERG Iserlohn, obwohl Sie eigentlich schon die Rollschuhe an den berühmten Nagel gehängt haben. Wie kam es dazu?

Genau. Das kam eigentlich sehr überraschend für mich und war überhaupt nicht geplant. Als ich von der ERG Iserlohn kontaktiert wurde, musste ich nicht zwei Mal überlegen. Man erhält auch nicht jeden Tag eine Anfrage von einem Spitzenklub im Rollhockey.
Wie ist der Kontakt zu den Iserlohnern hergestellt worden?
Ich wurde anfangs Januar 2017 durch den aktuellen Trainer, Jens Behrendt, kontaktiert. Da wir in der Vergangenheit schon häufig bei Internationalen Spielen an Europa- oder auch Weltmeisterschaften gegeneinander gespielt haben, kennen wir uns schon länger.
Sie haben ihre Laufbahn in der Schweiz beendet, wie beurteilen Sie selbst ihren derzeitigen Leistungsstand?
Mitte Januar habe ich das Aufbautraining begonnen und seit einem Monat trainiere ich mit meiner Personaltrainerin intensiv an meiner Ausdauer. Nebenbei trainiere ich auf den Rollschuhen zweimal in der Woche. Ich bin sicher und überzeugt, dass ich die jetzige Differenz bis zu meinem ersten Spiel wett machen kann.
Was für Ziele stecken Sie sich mit der ERGI?
Die Ziele sind und müssen hoch gesteckt werden. Deshalb habe ich mich auch entschieden, zur ERGI zu wechseln, weil ich überzeugt bin, dass mindestens ein Titel möglich sein wird.
Auf was für eine Zeit ist Ihr Engagement begrenzt oder gibt es da überhaupt eine Grenze?
Das Engagement ist für die Saison 2017/2018 begrenzt.
Können Sie den Stellenwert des Rollhockeys in der Schweiz beschreiben und vielleicht schon einen Vergleich zu Deutschland ziehen?
Ein Vergleich zu ziehen ist aus meiner Sicht eher schwierig. Dazu kenne ich den Stellenwert des Rollhockeys in Deutschland zu wenig. In der Schweiz ist Rollhockey eine Randsportart, welche häufig große Konkurrenz hat. Zudem fehlen oftmals die Mittel für die Förderung unserer dynamischen Sportart.



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