Claudia Eckhoff
16. April 2017 | Titelseite

Info-Tag zur Betreuung will die Ängste nehmen

Bilder
Zum Informationstag der städtischen Betreuungsstelle der Stadt Iserlohn laden (v.l.) Sybille Ihlbrock, Thorsten Klein, Sabine Loosen (Bereichsleiterin Soziales) und Melanie Meyer  zusammen mit Christa Wiese vom Betreuungsverein der Diakonie am Donnerstag, 11. Mai, ins Rathaus am Schillerplatz ein.  (Foto: Claudia Eckhoff)

Zum Informationstag der städtischen Betreuungsstelle der Stadt Iserlohn laden (v.l.) Sybille Ihlbrock, Thorsten Klein, Sabine Loosen (Bereichsleiterin Soziales) und Melanie Meyer zusammen mit Christa Wiese vom Betreuungsverein der Diakonie am Donnerstag, 11. Mai, ins Rathaus am Schillerplatz ein. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. (clau) „Betreuung ist keine Entmündigung“ heißt die Botschaft. Die Angst vor einer rechtlichen Betreuung aus den Köpfen nehmen will ein Informationstag der Betreuungsstelle der Stadt Iserlohn und ihrer Partner, der am Donnerstag, 11. Mai, von 10 bis 17 Uhr im Foyer des Rathauses am Schillerplatz stattfinden soll.
„Wir möchten mit Vorurteilen und Ängsten zum Thema Betreuung aufräumen und zeigen, welche hervorragende Arbeit in diesem Bereich von verschiedenen Stellen geleistet wird“, sagt Sybille Ihlbrock von der Betreuungsstelle der Stadt Iserlohn.
Durch alle Altersstufen
Ein Betreuer übernimmt im Notfall die Verantwortung für die rechtlichen Angelegenheiten eines anderen Menschen. Vor allem Ärzte, Juristen oder Sozialpädagogen können diese Aufgabe sogar beruflich übernehmen. Sie benötigen dann Zusatzqualifikationen, müssen ihre Finanzen offenlegen und über einen hervorragenden Leumund verfügen. Das Gesetz sieht aber vor, dass in erster Linie ein Angehöriger ehrenamtlich für den zu betreuenden Menschen einspringt.
Ein Notfall, der eine rechtliche Betreuung nötig macht, kann jederzeit für jeden eintreten, egal wie alt er ist, etwa nach einem Schlaganfall oder aber auch nach einem Unfall. „Das ist durchaus kein Thema nur für Senioren“, betont Sybille Ihlbrock. „Das geht durch alle Generationen. Wir haben mit allen Altersstufen zu tun.“
Jeder ab 18 Jahren sollte vorsorgen
Wer sich nicht mehr selbst kümmern kann, braucht einen Stellvertreter, der zuverlässig etwa seine Finanzen regelt oder schriftliche Dinge wie beim Amtsgericht übernimmt. Eine Vorsorgevollmacht ist daher für jedermann schon ab dem 18. Lebensjahr wichtig. Ein solches Papier regelt die rechtliche Betreuung im Fall eines Falles. Ohne ein solches Papier ist es selbst für Ehepartner oder Eltern oder gar Lebensgefährten kaum möglich, die Rechte des ihren nahestehenden Menschen wahrzunehmen, sobald er eben erwachsen ist. Jeder über 18-Jährige sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen und für seine Zukunft im Notfall gut durchdacht vorsorgen.
„Solch eine Vorsorgevollmacht ist letztlich aber auch nur ein Wunschzettel, der sich am Ende vielleicht gar nicht verwirklichen lässt“, gibt Sybille Ihlbrock zu bedenken. „Die Betreuungs-Fälle sind ganz unterschiedlich komplex. Das reicht von der Heimunterbringung des Patienten an und Auflösung seiner Wohnung bis zu komplizierten Erbangelegenheiten, Firmenverwaltungen oder gar Firmenauflösungen.“
Infos, Gespräche und Vorträge
Zum Informationstag im Rathaus sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die Familienangehörige, Freunde oder auch fremde Menschen bereits rechtlich unterstützen, sich darauf vorbereiten oder einfach nur informieren möchten.
Die Betreuungsstelle der Stadt Iserlohn stellt an diesem Tag ihr Beratungsangebot vor. Der Betreuungsverein der Diakonie informiert über seine Arbeit mit ehrenamtlichen rechtlichen Betreuern und auch Berufsbetreuer berichten aus ihrem Alltag.
Daneben gibt es eine ganze Reihe von Vorträgen zu Themen wie „25 Jahre Betreuungsrecht – Was hat sich geändert“ (NRW-Justizminister Thomas Kutschaty), zu Demenz, zum „Recht am Lebensende“, zum „ambulanten betreuten Wohnen“ oder zu „Geld, Konsum, Schulden“.
Der Flyer liegt an vielen öffentlichen Stellen, Apotheken oder Pflegeheimen aus. Ansprechpartner im Rathaus ist Sybille Ihlbrock, Tel. 02371 /  217-2215.



Weitere Nachrichten aus Iserlohn

Veranstaltungen in Iserlohn: 22. bis 29. Juli

22.07.2017
Samstag, 22.7.Stadtbücherei Iserlohn: 11 bis 14 Uhr, Jonglieren, Diabolo & Co. für Kinder von 8 bis 12 J., Alter Rathausplatz, Tel. 02371/ 217-1934Sauerlandpark Hemer: ab 11 Uhr „Sommer im Park“ mit dem größten Strand des Sauerlands;...
Sie begrüßten die Ehrengäste zum Jubiläumsfest: (v.l.) Dr. Christian Wingendorf (stellvertretendes Vorstandsmitglied Sparkasse), Michael Esken (ehemaliger Verwaltungsratsvorsitzender Sparkasse), Wolfgang Römer (Verwaltungsratsvorsitzender Sparkasse), Michael Heilmann (Bürgermeister der Stadt Hemer),  Prof. Dr. Liane Buchholz (Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe), Bernd Wittkamp (Vorsitzender der Geschäftsführung Star Finanz GmbH), Dietmar Tacke (Vorstandsvorsitzender Sparkasse) und Jörg Kötter (Vorstandsmitglied Sparkasse). (Foto: Oliver Pohl)

„Gut für Hemer“ - 150 Jahre Sparkasse

21.07.2017
Hemer. (clau) Als “Gut für Hemer” – so das eigene Motto – erweist sich die Sparkasse in der Felsenmeerstadt mittlerweile seit 150 Jahren. Sein Jubiläum feierte das heimische Geldinstitut in der vergangenen Woche mit einem Festakt und...

Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft: „Fußabdrücke in der Stadt hinterlassen“

20.07.2017
Iserlohn. (as) Olaf Pestl wirkt entspannt. „Wir sind ganz zufrieden“, sagt er. Das klingt wie die Untertreibung des Jahrzehnts. Eigentlich sollten er, der Geschäftsführer, und sein Team von der Iserlohner Gemeinnützige...
Annette Schulte-Ortbeck wurde Opfer eines folgenschweren Taschen-Diebstahls. Wie die Täter an ihre Pin-Nummern kamen, ist auch Ehemann Bernd (r.), Polizeipressesprecher Marcel Dilling (2.v.l.) und Kriminalhauptkommissar Michael Schneider ein Rätsel. (Foto: Claudia Eckhoff)

Ohne Pin? Diebe fegten im Nu das Konto leer

19.07.2017
Iserlohn. (clau) „Ich achte immer darauf, dass die Reißverschlüsse meiner Handtaschen zu sind und die Laschen nach vorne zeigen, wo ich sie sehen kann“, versichert die Iserlohner Unternehmerin Annette Schulte-Ortbeck. „Die Träger habe...
[1/2] Geschafft! Der Hohler Weg als letzter Abschnitt der gewaltigen Altstadtbaustelle wird am späten Dienstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet ein mehr als zweijähriges Bauprojekt im Herzen Iserlohns. Das Foto zeigt ein begeistertes Team der Stadtverwaltung: (v.l.) Mike-Sebastian Janke, Nicole Neuhoff, Rüdiger Klincke, Christine Schulte-Hofmann, Stefan Thiemann und Stefan Dörpinghaus. (Foto: Andrea Schneider)

„Am Ende wird‘s schöner“ - Iserlohner Altstadtbaustelle: Letzter Abschnitt fertig

17.07.2017
Iserlohn. (as) Baurat Mike-Sebastian Janke hat gut Lachen. „Willkommen“, strahlt er. Und: „Wir freuen uns.“ Wir, das sind in diesem Fall Stefan Dörpinghaus, Nicole Neuhoff, Rüdiger Klincke und Stefan Thiemann.Dem Team von der...