Claudia Eckhoff
14. März 2017 | Titelseite

Iserlohn: Förderverein Lokalfunk sucht neuen Vorstand

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Zehn Jahre Vorstandsarbeit für den Förderverein Lokalfunk sollen jetzt reichen. Das „Bürgerradio-Machen“ will Charlotte Kroll als Moderatorin noch lange nicht an den Haken hängen, aber sie sucht einen Nachfolger für die ehrenamtliche Verwaltungsarbeit. (Foto: Claudia Eckhoff)

Zehn Jahre Vorstandsarbeit für den Förderverein Lokalfunk sollen jetzt reichen. Das „Bürgerradio-Machen“ will Charlotte Kroll als Moderatorin noch lange nicht an den Haken hängen, aber sie sucht einen Nachfolger für die ehrenamtliche Verwaltungsarbeit. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. (clau) Charlotte Kroll liebt das Radio-Machen. „Im Glashaus“ heißt die Sendung, die sie selbst regelmäßig für das Bürgerradio in Iserlohn erarbeitet. „Für so eine Sendung braucht man manchmal nur einige Stunden Arbeitsaufwand, manchmal aber auch bis zu einer ganzen Woche“, sagt sie. Rund zweihundert Sendungen hat sie im Verlauf ihrer vierzehn Jahre als aktive Moderatorin des Bürgerradios Fölok schon absolviert.

Vorstandsposten wird frei
Seit fast 30 Jahren ist der Förderverein Lokalfunk auf Sendung und macht aus nächster Nähe „Kultur, die ins Haus kommt“. Am Samstag, 6. Mai, soll der 30. Geburtstag gefeiert werden. Spätestens an diesem Tag soll der Wechsel im Vorstand bekannt gegeben werden können, hofft Charlotte Kroll.
Sie hat sich einst als frische Unruheständlerin und brandneue ehrenamtliche Moderatorin richtig mit dem Radio-Virus infiziert und nach kurzer Zeit schon Verantwortung über ihre eigenen Sendungen hinaus übernommen. Seit zehn Jahren vertritt sie den Förderverein Lokalfunk als Vorstand. Doch damit soll nun Schluss sein.
„Ich brauche einfach mehr Zeit für die kreative Radio-Arbeit. Berichte aus der Nachbarschaft und Themen von Bürgern, mit Bürgern und für Bürger reizen mich immer noch und füllen mich aus. Die Vorstandsarbeit aber wird mir zu viel“, gesteht sie.
Bunter Mix im Studio
Sie sucht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin mit Begeisterung für das Radio und möglichst Talent für einen Verwaltungsjob. Es gilt ehrenamtlich die 25 aktiven Bürgerradio-Macher zu betreuen, die mit ganz verschiedenen Formaten meist einmal monatlich auf Sendung gehen.
Darunter sind Gruppen wie die fünfköpfige Kabarett-Truppe „Radio Hauhechel“ oder die neu hinzugekommene Lüdenscheider Radio-Gruppe. Neben Themen aus Kultur, Politik, Gesellschaft, Gesundheit oder Literatur gibt es allein vier verschiedene Musikformate von Klassik und Schlager bis hin zu Shantys und Reggae.
Vielfältige Aufgaben
„Ungefähr zwanzig Stunden im Monat kostet es den Vorstand, Kontakte zu halten zu den Mitgliedern und etwa zur Landesmedienanstalt. Redaktionsgespräche, Vereinsaufgaben, Büro-Arbeit, Antragsabwicklung, Weiterbildung, Schulprojekte, VHS-Kurse und vieles mehr wollen erledigt oder betreut werden.
„Alle zwei Jahre nehmen wir in den Sommerferien teil an der Kinderstadt. Wir beteiligen uns an den Girls- und Boys-Days und haben immer wieder auch für längere Zeit Praktikanten bei uns“, berichtet Charlotte Kroll.
Eine kreative Truppe
Die Truppe der Iserlohner Bürgerradio-Macher ist motiviert, kreativ, altersmäßig gut durchmischt und genießt die Freiheit, eigene Interessen der Hörerschaft ans Ohr zu bringen. Fertige Sendungen sind zu recht „eigene Werke“.
„Man darf dabei nicht vergessen, dass man sich öffentlich macht. Es braucht ein wenig Mut, auf Sendung zu gehen, und man muss mit Kritik leben lernen“, weiß Charlotte Kroll.
Nur Mut
Der neue Vorstand darf, aber muss nicht selbst Sendungen kreieren, sollte jedoch wissen oder lernen wollen, was es heißt, Radio zu machen.
Also nur Mut: Wer den Bürgerradio-Machern vorstehen möchte, kann sich rasch näher informieren unter www.radio-iserlohn.de. Der Kontakt lässt sich aufnehmen entweder per Mail an studio@­radio-iserlohn.de oder unter Tel. 02371 / 26164 (AB).



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