Andrea Schneider
14. April 2017 | Senioren

Sehstörungen: Wenn's flimmert und brennt

Bilder

Iserlohn. Es ist beunruhigend, wenn das Lid zuckt, es vor den Augen flimmert oder Linien verschwimmen. Einige Sehstörungen sind harmlos, bei anderen ist schnelle Hilfe erforderlich.
Flimmershow: Wenn es vor den Augen flirrt oder schwarz wird, ist meist Unterzuckerung oder eine Migräne der Grund.

Das hilft: Blutzuckerspiegel mit Süßigkeiten erhöhen. Einer Migräne rechtzeitig mit Tabletten vorbeugen.
Mückentanz: Bewegen sich einzelne Punkte flecken- oder schlierenartig mit der Blick­richtung, heißt das Phänomen Mouches volantes (fliegende Mücken). Das ist zumeist eine vorübergehende Alterserscheinung, die beim Lesen besonders auffällt. Zwei Drittel der 65- bis 85-Jährigen klagen darüber, stark Kurzsichtige meist schon früher.
Das hilft: Intensives Licht verstärkt die Symptome. Deshalb an hellen Tagen eine gute Sonnenbrille nutzen. Bei Bildschirmarbeit hilft es, die Helligkeit und den Kontrast zu drosseln. Eine Behandlung ist meist unnötig. In der Regel verschwinden die Beschwerden von ganz alleine.
Buchstabensalat: Scheinen Buchstaben beim Lesen zu kippen oder wirken gerade Linien krumm, kann das auf eine altersbedingte Makuladegeneration hindeuten. Diese Netzhautschäden sind Ursache von schweren Sehbehinderungen.
Das hilft: Frühzeitig erkannt, kann der Augenarzt einer Sehbehinderung mit Medikamenten entgegen wirken. Hier helfen nur regelmäßige Augen-Tests für eine Früherkennung: ab 40 alle zwei Jahre, ab 60 jährlich.
Doppelbilder: Taucht derselbe Gegenstand vorübergehend zweifach auf, ist das oft Zeichen einer Übermüdungserscheinung.
Das hilft: Das Phänomen sollte mit ausreichendem Schlaf, regelmäßigen Pausen, Stressabbau und ggf. einer Korrektion von vorhandenen Sehdefiziten verschwinden.
Rußregen und Blitzlicht: Fallen dunkle Punkte wie Regentropfen herunter, kann der Grund eine Blutung im Glaskörper sein. Kommen Lichtblitze hinzu, ist es möglich, dass eine Glaskörperabhebung vorliegt, die zur Erblindung führen kann.
Das hilft: Es handelt sich um einen Notfall, bei dem sofort der Augenarzt aufgesucht werden sollte.
Sandsturm: Das Sandkorn-im-Auge-Gefühl kommt oft bei Bildschirmarbeit vor und wird Office-Eye-Syndrom genannt. Weil vor dem Monitor fünfmal weniger geblinzelt wird als üblich, gelingt es dem Tränenfilm nicht mehr das Auge feucht zu halten.
Das hilft: Eine auf Computerarbeit optimierte Bildschirmbrille kann das Auge entlasten und merklich zu stressfreiem Sehen beitragen. Hyaluronsäurehaltige Tropfen oder Sprays helfen gegen trockene Augen.
Lidzucken: Diese Muskelkontraktion ist von außen oft nicht wahrnehmbar. Betroffene nervt sie aber. Die Zuckungen sind zumeist harmlose Überlastungsreaktionen, gefördert durch trockene Augen.
Das hilft: Entspannung, Schlaf und Augentropfen.



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