Andrea Schneider
13. März 2017 | Total Lokal

In Schwerte kommt die Reformation als QR-Code daher

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Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats der Evangelischen Kirche von Westfalen, scannt den QR-Code, angebracht an einer Bank im Park von Haus Villigst. Er leitet zu einem Hörbeitrag, in dem Martin Luther und Katharina von Bora als fiktive Personen über Themen der Gleichstellung diskutieren. (Foto: Institut für Kirche und Gesellschaft)

Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferats der Evangelischen Kirche von Westfalen, scannt den QR-Code, angebracht an einer Bank im Park von Haus Villigst. Er leitet zu einem Hörbeitrag, in dem Martin Luther und Katharina von Bora als fiktive Personen über Themen der Gleichstellung diskutieren. (Foto: Institut für Kirche und Gesellschaft)

Schwerte. Ein ungewöhnliches Projekt haben die Frauen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)ins Leben gerufen. Seit Mittwoch, 8. März, gibt es ihn, den reformatorischen Hörweg „G-Code“ im Park von Haus Villigst.

Was verbirgt sich hinter einem reformatorischen Hörweg? Wer durch den Park von Haus Villigst schlendert, entdeckt an den Bänken kleine Schilder, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. Wenn man die Codes mit dem Smartphone scannt, hört man kurze Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung.
Ein Hörbeitrag beispielsweise trägt den Titel: „Freiheit eines Christenmenschen“. „Das ist eine Hörstation, bei der es um das Thema Reformation und Demokratie geht“, erläutert Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat und Initiatorin des G-Code-Projekts. Andere Stationen heißen „Das Weib schweige in der Gemeinde?“ zum Thema Frauen im Pfarramt oder „Herrlich ist dämlich“ zur Gleichstellung in der Sprache.
In fünf Audios diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther – als fiktive Personen – über verschiedene Themen, und manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Die Audios sind pointiert und humorvoll. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses Annette Kurschus zu Wort. „So bekommt man beim Spazierengehen reformatorische Impulse mit auf den Weg“, fasst Nicole Richter die Projektidee zusammen. Der Begriff „G-Code“ steht für „Gender-Code“, also für den geschlechtersensiblen Blick.
Reformatorisches Kaffeetrinken?
Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD. Finanziell unterstützt wird es auch durch Mittel der Kampagne „Einfach frei“ der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Konferenz der Frauenreferentinnen und Gleichstellungsbeauftragten der EKvW. Die G-Codes können – über den reformatorischen Hörweg hinaus – vielfältig eingesetzt werden. Auf Roll-ups gedruckt können sie als Ausstellung genutzt werden. Auf Plakaten eignen sie sich für reformatorische Impulse bei Seminaren oder einem Gemeindeabend. Auf bedruckten Postkarten kann man reformatorische Impulse ins Land verschicken und mit Servietten ein Kaffeetrinken „reformatorisch“ gestalten.
Wer Interesse an dem Projekt „G-Code“ – „5x3 Minuten Reformation zum Hören“ hat, einen reformatorischen Hörweg in einer Gemeinde oder Einrichtung plant oder andere Materialien bestellen möchte, kann sich an Nicole Richter im Frauenreferat der EKvW unter Tel. 02304 / 755-234 wenden. Der reformatorische Hörweg „G-Code“ wird im Jubiläumsjahr 2017 an verschiedenen Stellen zu erleben sein, zum Beispiel beim Demokratiekongress des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 14. März in Berlin und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24. bis 28. Mai im Zentrum Gender. Bei der Weltausstellung in Wittenberg wird es zudem begleitete G-Code-Rundgänge geben, insbesondere während der Themenwoche „Familie, Gender und Lebensformen“ vom 9. bis 14. August.


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