Wenn es um die Planung der Sommerferien geht, beginnen viele Familien mittlerweile um einiges früher als noch vor ein paar Jahren. Dinge wie hohe Preise und viel Betrieb zu Hauptsaisonzeiten machen die Organisation oft komplizierter. Viele Eltern wünschen sich in diesem Zusammenhang keinen komplett durchgetakteten Urlaub mehr. Es stehen eher Reisen mit viel Ruhe und gemeinsamer Zeit im Fokus. Auch Flexibilität und Spontanität gewinnen immer mehr an Bedeutung. Genau deshalb verändern sich auch die Reisegewohnheiten. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten in wenigen Tagen zu sehen, wird heutzutage eher auf entspannte Abläufe und familienfreundliche Reiseziele Wert gelegt.
Warum kleinere Reiseziele beliebter werden
Große Touristenzentren verlieren grundsätzlich ihre Attraktivität. Lange Warteschlangen, volle Innenstädte und überfüllte Strände können zusammen mit Kindern für eine Menge Stress sorgen. Immer beliebter werden deshalb die etwas kleineren Orte mit kurzen Wegen und mehr Möglichkeiten für eine spontane Tagesgestaltung. Seenregionen oder kleinere Küstenorte bieten mehr Ruhe als klassische Großstädte. Vor allem Regionen mit viel Natur und Spielmöglichkeiten werden von Familien meist bevorzugt. Hier hat man außerdem die Möglichkeit, den Tagesablauf frei und flexibel zu gestalten.
Die Anreise richtig planen
Die Belastung der langen Anreisetage wird immer noch häufig unterschätzt. In den Sommerferien führen Staus oder lange Wartezeiten an Flughäfen oder am Bahnhof schnell zur Erschöpfung. Die Reise sollte deshalb am besten nicht allzu eng geplant werden. Ein paar kleine Pausen oder eine Zwischenübernachtung machen viele Reisen um einiges entspannter. Wenn man beispielsweise mit dem Auto Richtung Süden fährt, sollte man zusätzlich verschiedene Verkehrsregelungen entlang der Strecke beachten. Informationen rund um die digitale Vignette für die Schweiz werden deshalb vor Sommerreisen oft gesucht, weil viele Familien die Schweiz als Transitland nutzen. Gerade mit Kindern macht eine gut vorbereitete und entspannte Anreise einen großen Unterschied für alle Beteiligten.
Eine Unterkunft wählen, die zum Familienalltag passt
Die Unterkunft sollte bestenfalls auf die Familie und die Kinder abgestimmt sein. Kleine Hotelzimmer oder komplizierte Wege erschweren die Abläufe im Urlaub oftmals. Viele Familien achten deshalb stark auf folgende 5 Details:
- genügend Platz
- Außenbereiche, die auch etwas im Schatten liegen
- kurze Strecken zu Einkaufsmöglichkeiten
- freie Essenszeiten
- Parkmöglichkeiten und eine gute Anbindung
Weniger Programm – mehr Erholung
Oft ist der Urlaub zu voll geplant. Besonders dann, wenn man in einem neuen Land möglichst viele verschiedene Punkte besichtigen möchte. Dinge wie Freizeitparks oder spannende Tagesausflüge wirken auf den ersten Blick zwar attraktiv, führen, wenn es um die Umsetzung geht, allerdings oft nur zu zusätzlichem Stress. Insbesondere für Kinder sind etwas ruhigere Tage ohne festen Zeitdruck sehr wichtig. Deshalb planen viele Familien mittlerweile ganz bewusst freie Zeiten ein. Auch Eltern können diese ruhigeren Stunden für sich nutzen, zum Beispiel für eine entspannte Morgenroutine mit Yoga, bevor der eigentliche Urlaubstag beginnt. Spaziergänge oder entspannte Nachmittage am Wasser sorgen außerdem für mehr Erholung als ein komplett gefüllter Tagesplan. Auch spontane Aktivitäten bleiben auf diese Weise leichter möglich.
Die Sommerhitze richtig einplanen
Besonders im Sommer beeinflussen die hohen Temperaturen das Reisen viel stärker, als man zunächst erwartet. Städte oder Regionen ohne Schattenbereiche werden mit Kindern schnell zu einer wahren Herausforderung. Hier ist es wichtig, einen Ort oder ein Land mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu wählen. Unterkünfte mit Außenbereichen, Seen oder klimatisierten Räumen machen den Aufenthalt oft um einiges angenehmer. Außerdem sollte immer auch genug Zeit für Ruhephasen eingeplant werden. An sehr heißen Tagen sind längere Mittagspausen noch einmal wichtiger als durchgehende Aktivitäten.
Wie eine gute Vorbereitung den Urlaub entlastet
Einige Probleme während der Ferien entstehen also vor allem durch eine fehlende Planung vor der Reise, auch wenn viele davon ausgehen, dass der Urlaubsort selbst als Auslöser gilt. Überfüllte Orte oder ungeeignete Unterkünfte sorgen meist für unnötige Belastung. Wenn man die Reisezeiten stets realistisch plant und genügend Flexibilität einbaut, schafft man im Endeffekt viel entspanntere Bedingungen. Davon hat letztlich die ganze Familie etwas. Besonders die Sommerferien zeigen immer wieder, dass weniger Zeitdruck und mehr spontane Freiräume meist den größten Erholungseffekt bringen.
