Campen in Neuseeland: Freiheit in wilder Natur

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Morgens direkt am Flussufer aufzuwachen, das Zwitschern der Vögel und die Wärme der ersten Sonnenstrahlen zu spüren, bevor man überhaupt aufgestanden ist, ist ein Erlebnis, das jeder abenteuerlustige Naturbegeisterte schätzt. Und wo findet man mehr unangetastete Natur als in Neuseeland? Hier leben mehr Schafe als Menschen, die Hügel sind sanft, das Meer ist strahlend blau und die Menschen so freundlich, dass der ein oder andere gar über das Auswandern nachdenkt. Aber auch zum Reisen überzeugt dieses Land am anderen Ende der Welt. Denn wer morgens direkt auf den Lake Pukaki oder den Pazifischen Ozean blickt, sich dann den ganzen Tag treiben lässt oder sich auf wilde Entdeckungstouren begibt und dann abends an einem ganz neuen Ort einschläft, nimmt unvergessliche Erlebnisse mit nach Hause.

Die Logistik hinter dem Abenteuer

Eine Reise nach Neuseeland will aber natürlich gut geplant sein. Man fliegt nicht einfach auf die fern gelegene Insel ohne Plan – zumindest sind die meisten Reisenden bei einer solchen Fernreise gut vorbereitet. Um trotzdem offen zu bleiben, lohnt sich das Entdecken im Land der Kiwis auf vier Rädern. Das Camper mieten in Neuseeland ist schließlich gerade deshalb so beliebt, weil man einfach Richtung Sonne fährt, wenn es mal an einem Ort regnet und man einfach bleibt, wenn es irgendwo besonders schön ist. Man bewegt sich ohne Check-in und ohne feste Routen, lernt auf den Campingplätzen des Department of Conservation Gleichgesinnte kennen und erfährt dort vielleicht sogar den ein oder anderen Geheimtipp.

Die Qual der Wahl

Nun ist aber nicht jedes Gefährt das Gleiche und auch jeder Reisende hat seine individuellen Vorlieben. Wie wählt man also den passenden Camper aus? Wichtig ist, zuerst zu entscheiden, wie entlegen man campen will. Das Stichwort „self-contained“ beschreibt alle Fahrzeuge, die über einen eigenen Abwassertank und eine Toilette verfügen und die Fahrer damit zum beliebten „freedom camping“ autorisieren. Ohne diese Ausstattung darf man nämlich nicht kostenlos in der Natur stehen und ist stattdessen auf Campingplätze angewiesen. Auch die Größe und Wendigkeit des Fahrzeugs machen einen enormen Unterschied – gerade, da in Neuseeland Linksverkehr herrscht, die Straßen gern mal eng und kurvig sein können und die ein oder andere Windböe auf einem Pass eine Herausforderung sein kann. Größer ist deshalb nicht unbedingt besser. Doch egal, wofür man sich entscheidet, die goldene Regel lautet, früh zu buchen. In der Hauptsaison, die in etwa von Dezember bis Februar dauert, sind die Preise am höchsten. Für Sparfüchse bedeutet das, dass sie am besten in der sogenannten „shoulder season“ buchen, also im März oder April sowie im Oktober oder November. Zu diesen Zeiten ist das Wetter noch mild, aber die Preise haben sich im Optimalfall bereits halbiert.

Das Überleben “on the road”

Ist man erst einmal vor Ort, kann das Abenteuer beginnen. Es lohnt sich, langsam zu reisen, Pläne zu haben, sie aber auch zu verwerfen, wenn sich spontan etwas anderes anbietet – und sich vor allem Zeit zu nehmen, die wunderschöne Natur in all ihren Facetten kennenzulernen. Neuseeland ist besonders dann beeindruckend, wenn man sowohl die traumhaften Küsten als auch die einsamen Vulkane bestaunt. Und der ein oder andere Wasserfall darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Wichtig ist, die Fahrtzeiten nicht zu unterschätzen, denn 100 Kilometer können auf den kurvigen Straßen oft zwei Stunden in Anspruch nehmen. Auch Apps wie Rankers und CamperMate können hilfreich sein und eine eSIM liefert auch am anderen Ende der Welt zuverlässiges Internet. Am Ende gilt es, sich auf das Abenteuer einzulassen und Neuseeland in vollen Zügen zu genießen.

Tobias Friedrich
Tobias Friedrichhttps://wochenkurier.de
Tobias Friedrich, Jahrgang 1971, lebt mit seiner Familie in Berlin. Als freier Journalist schrieb er bereits für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Berliner Zeitung, Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung. Der studierte Wirtschaftsjurist liebt ortsunabhängiges Arbeiten. Mit seinem Laptop und seinem Zwergpinscher Jerry ist er die Hälfte des Jahres auf Reisen.

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